Eine Geschichte, die auf der Tanzfläche begann.
Luke ist seit 1987 als DJ unterwegs. Seitdem hat er über mehr als drei Jahrzehnte hinweg in den unterschiedlichsten Clubs aufgelegt, unzählige Nächte musikalisch begleitet und Menschen zum Tanzen gebracht. Elektronische Musik war für ihn dabei nie nur Klang oder Kulisse. Sie war immer Atmosphäre, Begegnung und das besondere Gefühl, einen Raum voller Menschen für ein paar Stunden miteinander zu verbinden.
Über die Jahre hat sich die elektronische Musik immer wieder verändert – neue Stile, neue Clubs, neue Technik und neue Generationen auf den Tanzflächen. Geblieben ist für Luke die Begeisterung dafür, Musik nicht einfach nur abzuspielen, sondern sie erlebbar zu machen. Ein gutes Set erzählt für ihn eine Geschichte: Es baut Spannung auf, schafft Nähe, überrascht und bleibt im besten Fall noch lange im Kopf.
Ein Podcast statt Blumen.
2016 entstand daraus der Herrlich Podcast – allerdings nicht mit dem Gedanken, ein klassisches Podcast-Format oder eine möglichst große Reichweite aufzubauen. Die Idee war viel persönlicher: Luke begann, in regelmäßigen Abständen einen neuen Mix für seine Ehefrau aufzunehmen. Statt Blumen, Pralinen oder eines anderen Geschenks gab es Musik – ausgesucht, gemixt und aufgenommen nur für sie.
Aus dieser kleinen persönlichen Tradition wurde mit der Zeit der Herrlich Podcast. Jede Folge ist bis heute ein musikalischer Gruß und damit ein Stück weit auch ein persönliches Tagebuch. Melodic Techno, emotionale Flächen, treibende Rhythmen und Tracks, die eine bestimmte Stimmung oder Erinnerung transportieren, bilden den roten Faden.
Heute seltener – dafür mit umso mehr Bedeutung.
Als Vater und mit einer verantwortungsvollen beruflichen Position ist die Zeit für lange Nächte im Studio oder regelmäßige Aufnahmen heute knapper geworden. Deshalb erscheint Herrlich nicht nach einem starren Veröffentlichungsplan. Ein neuer Podcast entsteht dann, wenn Raum dafür da ist – und wenn Luke das Gefühl hat, dass die Musik etwas erzählen kann.
Vielleicht ist genau das ein Teil dessen, was Herrlich ausmacht: Es geht nicht um möglichst viele Folgen, Trends oder Algorithmen. Es geht um Musik, die persönlich gemeint ist. Um Erinnerungen, die sich mit einem bestimmten Track verbinden. Und um die Idee, dass elektronische Musik Menschen erreichen kann, auch wenn sie gerade nicht gemeinsam auf einer Tanzfläche stehen.
„Music Connects People.“
Für Luke ist das kein Slogan, sondern die Idee hinter Herrlich.